Junggesellinenabschied – aus der Mama wird ’ne Braut

Junggesellinenabschied – aus der Mama wird ’ne Braut

2 Tage ist es nun her als meine Mädels mit mir meinen Junggesellinenabschied gefeiert haben. Die Zeit hat der Mutter-Körper gebraucht um einigermaßen zu regenerieren und wieder leistungsfähig zu sein. Es ist eben nichts mehr wie früher 🙂 ! Man geht „etwas“ seltener Aus aber wenn man es mal macht: dann RICHTIG!!!

Ich, im gegensatz zu meinem Freund, wusste wann es passiert. Der Termin stand fest und ich konnte mich seelisch und moralisch darauf einstellen. In der Nacht davor schlief unsere kleine Tochter durch als wäre sie eingeweiht und an der Planung beteiligt. Der Tag fing also super an und die Kinder waren gut gelaunt in der Kita untergebracht.

Um 11 Uhr sollte es losgehen…. 3 Stunden blieben mir noch. Aber im gegesatz zu sonst habe ich an dem Tag das Mutterkostüm abgelegt und bin in das der Braut geschlüpft. Die Mutter in mir hätte in der Zeit wahrscheinlich: alle Zimmer aufgeräumt, gesaugt, Geschirrspüler ein- und ausgeräumt, Wäsche gelegt und wahrscheinlich noch gebügelt. Die Liste ist endlos…..! Aber an diesem Tag nicht!!! Ich habe mir ein tolles Frühstück gegönnt, so ein FEST braucht ja Grundlage. Wenn man nichts mehr gewohnt ist muss der Magen gefüllt sein. 🙂 Und anschließend habe ich mich ganz gemütlich aufgehübscht, ich wollte ja die Schönste sein 😉 – das schafft man natürlich nicht in den üblichen 15 Minuten die man am Morgen für sich alleine hat (wenn man sie überhaupt für sich alleine hat). Ihr wisst was ich meine 😀

Und dann klingelte es schon an der Tür. Bisher war ich nicht nervös aber in voller Vorfreude. Meine „Schwester“ Nadja war die Erste und dann kam meine Trauzeugin Carola um uns abzuholen. In Burgscheidungen lebt es sich schön aber um etwas zu erleben muss man dann doch mal raus. Der erste Stop wurde in der Wohnung meiner Mama eingelgt. Dort warteten meine Mutter und meine Brautjungfer Anne auf uns. Der Tisch war reichlich gedeckt mit tollen Sachen und mit einem Bauchladen – dazu später mehr. Nur soviel sei gesagt: Meine Chefin fragte mich Tage zuvor ob ich wohl mit ’nem Bauchladen durch Leipzig’s Innenstadt ziehen muss?!? Ich beneinte dies und sagte das sie sowas niemals machen würden. 😀 Ich wurde eines Besseren belehrt. Alle haben sich ins Zeug gelegt. Die erste Flasche rosé Sekt ließ nicht lange auf sich warten. PROST!!!

Leicht angeheitert stiegen wir mit viel Proviant ins Auto. Die nächste Dose Hugo folgte sogleich. Es ging Richtung Leipzig und kurzzeitig habe ich ihnen fast geglaubt das wir in den Freizeitpark Belantis fahren (und innerlich schon den Hugo bereut). Zum Glück haben wir diese Abfahrt hinter uns gelassen und sind, wie ich vermutet habe, nach Leipzig rein gefahren.

An der Pferderennbahn angekommen stiegen alle aus und meine Trauzeugin wollte noch einen Parkpatz suchen. Sie kam und kam nicht wieder. Das da was im Busch war konnte ich mir denken aber mit so einer tollen Überrachung habe ich im Leben nicht gerechet: sie kam wie erwartet mit dem Auto zurück und mit meiner „Freundin aus Erfurt“ , Susi, im Schlepptau. Damit habe ich nicht gerechnet, die Tränen ließen sich nicht zurück halten (2 Geburten haben mich zur emotionalen Heul-Suse gemacht). Mit unserer gemeinsamen Freundin Steffi die noch nicht an Board war habe ich noch gerechnet aber nicht mit meiner Freundin aus der Lehrzeit die weiter Weg wohnt aber der Kontakt immer bestehen blieb. Die Tränen wurden weggewischt, Make up aufgefrischt und es sollte weiter gehen.

 

Anscheinend haben mich alle gut genug abgelenkt sodass ich nicht mitbekommen habe das direkt gegenüber schon unser Gefährt für die nächsten Stunden auf uns gewartet hat. Ein TEAM-BIKE – für alle die es nicht schon aus Jerks. kennen, das ist ein abgefahrenes Radmobil für bis zu 7 Personen um gemeinsamen Fahrspaß zu erleben.

Natürlich mit Getränkehaltern in der Mitte – diese wurden als erstes gefüllt. Und da die Tour nur auf Radwegen stattfand konnte auch ich, als Fahrzeugführerin, weiter den Alkohol frönen. Mit dabei war allerlei Proviant, mein Bauchladen und eine Picknickdecke. Nun ein Tipp für alle Bauchladen-Verkäufer nach mir: sportliche Männer mit engen Hosen haben kein Geld dabei, Familien mit Mütter und kurzen Haaren haben keine Nerven mehr und junge Männer im Kanu haben nur hunger und Marihuana zum tauschen bei sich :-D! Das Geschäft lief also schleppend und wurde auf später vertagt.

Umso gemütlicher war das Picknick mit selbstgemachten Pizza-Schnecken , kalten Klöps’chen, Tomaten-Mozarella-Spießen und vieles mehr! Ordentlich gestärkt ging es weiter auf dem „Drahtesel“. Die restlichen Meter waren fix zurück gelegt und wir waren schneller als gedacht am Ziel. Anscheinend sind wir auch recht sportlich 😉 .

 

Anschließend hat uns Carola in 2 Gruppen in die Innenstadt Leipzig’s gefahren. Ich natürlich wieder in der letzteren. Ich hielt es kaum für möglich aber beim Spanier angekommen wartete dort noch eine Überraschung auf mich. Unsere vielbeschäftigte Freundin Steffi aus Jena hat es auch geschafft für mich zu kommen. Jetzt war unsere Runde komplett und der Appetit groß. Leckere Tapa’s und süffiger Sangria ließen an warme, mallorquinische Nächte erinnern. Fast wir Urlaub – bis uns der Kellner zum abräumen aufforderte! 😀

 

Nach dem gelungenen Essen mussten wir die, von weiter Weg angereisten, Mädels verabschieden aber konnten dafür erste Verkäufe verzeichnen. Etwas unsicher begann ich hier und da Passanten anzusprechen um aus meinem tollen Bauchladen Geld zu machen! Erstaunlicherweise waren die Leute von außerhalb spendabler als die Leipziger selbst. An dieser Stelle geht nochmal ein dickes Dankeschön an alle Schwaben und Bayern da draußen :-*

Die Stimmung wurde umso lockerer als wir auf unsere eigenen, kleinen Klopfer eingeladen wurden. Meine Topseller waren Schnäpse, Feuerzeuge, und Kuscheltiere. Nicht so gut gingen das Herz-Konfetti und erstaunlicherweise die Kondome. Die Handschellen wollte auch keiner – was ich überhaupt nicht verstehe. 😀

Nach getaner Arbeit ging es auf einen Absacker in das Barfußgässchen. Wir haben den Tag Revue passieren lassen, Kassensturz gemacht und festgestellt das doch eine ganze Ecke dabei rum gekommen ist.

Und irgendwann geht leider auch der schönste Tag zu Ende und ich möchte mich recht herzlich bei euch allen Bedanken, für die vielen Leckereien sowie die kleinen und großen Überraschungen, denn nichts erfreut mich mehr als etwas womit ich nicht gerechnet hätte! Es war mir ein Fest den Tag mit euch verbringen zu dürfen! DANKE, DANKE, DANKE!

Eure Braut Kristin

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